Wer ist Gadi Eisenkot, der Ex-Armeechef, der Israels nächste Regierung bilden könnte?
Die Wahl in Israel hat keinem Lager eine Mehrheit gebracht. Gadi Eisenkot, früherer Armeechef, gilt als einer der Favoriten für den Regierungsauftrag.
Israels politische Zukunft steht auf der Kippe, und ein Name fällt immer wieder: Gadi Eisenkot. Der frühere Armeechef gehört zu den aussichtsreichsten Kandidaten für den Auftrag, die nächste Regierung zu bilden.
Präsident Isaac Herzog hat nach der Knesset-Wahl vom 27. Oktober seine Gespräche mit den Parteichefs abgeschlossen. Seine Entscheidung will er am Sonntag bekannt geben.
Was ist passiert?
Die Wahl brachte keinen klaren Sieger. Das Lager von Benjamin Netanjahu holte 53 Sitze, das Lager unter Eisenkot 48. Die arabischen Parteien kamen auf 19 Sitze.
Deshalb ist die Entscheidung der arabischen Parteien so wichtig. Ihre Gemeinsame Liste hat erklärt, dass sie Eisenkot den Regierungsauftrag geben will. Die Wahlbeteiligung war hoch: insgesamt etwa 78 Prozent, unter den palästinensischen Bürgerinnen und Bürgern Israels fast 80 Prozent.
Herzog hat die Parteichefs gewarnt: Wenn sie eine weitere Neuwahl vermeiden wollen, lassen sich nicht alle Zusagen und Versprechen halten.
Wer ist Eisenkot?
Er wurde am 19. Mai 1960 in Tiberias in einer Familie marokkanischer Herkunft geboren und wuchs in der südlichen Stadt Eilat auf.
1978 trat er in die Armee ein, in die Golani-Brigade, und stieg über mehr als vier Jahrzehnte auf. Er führte das Nordkommando, leitete die Operationsabteilung und war stellvertretender Generalstabschef.
Im Februar 2015 wurde er der 21. Generalstabschef der Armee. Das Amt hatte er bis Januar 2019 inne.
2022 stieg er in die Politik ein und schloss sich dem Bündnis Nationale Einheit unter Benny Gantz an. Nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 gehörte er Israels Notstandsregierung an.
2025 gründete er seine eigene Partei, Yashar. Sie trat bei dieser Wahl an, und Eisenkot präsentierte sich als Herausforderer Netanjahus um das höchste Amt.
Wie geht es weiter?
Am Sonntag soll Herzog den Abgeordneten nennen, der als Erster versuchen darf, eine Koalition zu bilden. Wer den Auftrag bekommt, muss in einer gespaltenen Knesset (dem israelischen Parlament) eine Mehrheit zusammenbringen.
Der größere Hintergrund ist angespannt. Herzog bezeichnete auch die angekündigte Absicht von US-Präsident Donald Trump, die amerikanische Militärhilfe für Israel zu beenden, als „Blitz aus heiterem Himmel“.
Fürs Erste richten sich alle Blicke auf die Ankündigung am Sonntag.
Der Verlauf
Eisenkots Anlauf zur Regierungsbildung in Israel · 3 Ereignisse
Was vor und nach dieser Meldung passiert ist. Noch nicht beschriebene Hintergrund-Ereignisse hat eine KI zusammengefasst.



