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İlkay Gündoğan über seinen Opa: Mit einem Koffer kam er als Gastarbeiter

Zum 65. Jahrestag des Anwerbeabkommens erzählt İlkay Gündoğan von seinem Großvater, der mit einem Koffer nach Deutschland kam, und richtet klare Worte an junge Türkeistämmige.

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Türk asıllı Alman futbolcu İlkay Gündoğan, Galatasaray formasıyla sahada ve ciddi bir ifadeyle poz veriyor.
Bild: dw.com

Der frühere DFB-Kapitän İlkay Gündoğan hat die Migrationsgeschichte seiner Familie erzählt. Am Anfang steht sein Großvater, der mit einem Koffer in der Hand nach Deutschland kam.

Was ist passiert?

Anlass ist der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Gündoğan sagte, sein Großvater İsmail Gündoğan sei 1973 als Bergarbeiter aus der Türkei nach Deutschland gekommen. Der 36-jährige Mittelfeldspieler von Galatasaray sagte: „Ohne den Mut, den er an jenem Tag bewiesen hat, wäre ich heute nicht hier.“

Sein Opa habe große Opfer gebracht, damit seine Kinder ein besseres Leben haben. „Alles, was ich heute habe, beruht auf seiner Arbeit und der meiner Familie“, so Gündoğan.

Vorurteile und zwei Kulturen

Der gebürtige Gelsenkirchener sprach auch über Vorurteile wegen seiner türkischen Wurzeln. „Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Urteile über mich härter ausfielen“, sagte er. Das habe ihn aber nicht klein gemacht, sondern stärker.

Sowohl die türkische als auch die deutsche Kultur seien untrennbarer Teil seiner Identität. Die EM 2024 war für ihn besonders: Sein Großvater begann als Gastarbeiter, der Enkel hörte als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft die Hymne. Für Gündoğan schließt sich damit ein Kreis.

Was er seinen Kindern mitgeben will

Gündoğan will die Familiengeschichte an seine Kinder weitergeben. Sie sollen stolz auf ihre Wurzeln sein und wissen, dass Wohlstand nicht von allein entsteht. Die Arbeit der Migrantengeneration, besonders im Bergbau, dürfe nicht vergessen werden.

Jungen Türkeistämmigen rät er: „Sperrt euch nicht in Schubladen ein, die andere für euch gebaut haben. Seht eure kulturelle Vielfalt als Vorteil und Kraftquelle.“ An die deutsche Gesellschaft appellierte er, mehr Zusammenhalt und weniger Spaltung zu leben. Das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft schwäche Deutschland nicht, sondern stärke es.

Und was war davor?

Das Anwerbeabkommen wurde am 30. Oktober 1961 in Bonn, der damaligen Hauptstadt, unterzeichnet. Damit war der Weg für türkische Arbeitskräfte nach Deutschland frei. Am 23. November 1973 stoppte Deutschland nach der Ölkrise die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte. Die Migration lief danach vor allem über den Familiennachzug weiter.

Gündoğan wurde mit Borussia Dortmund deutscher Meister und gewann mit Manchester City die Champions League. Seit September 2025 spielt er für Galatasaray.

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Der Verlauf

Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens · 4 Ereignisse

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