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Gold steigt nach US-Zwischenwahlen auf Zwei-Wochen-Hoch, Dollar gibt nach

Gold legte um fast 2 % auf rund 4.135 Dollar je Unze zu, nachdem Dollar und US-Anleiherenditen nach den Zwischenwahl-Gewinnen der Demokraten fielen.

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Gold bars stacked next to a screen showing rising price charts.
Bild: aawsat.com

Für Gold läuft die Woche richtig gut. Am Donnerstag stieg das Edelmetall um fast 2 % auf den höchsten Stand seit zwei Wochen, getragen von einem schwächeren Dollar und fallenden US-Anleiherenditen.

Was ist passiert?

Spotgold legte bis 03:16 Uhr GMT um 1,9 % auf 4.134,83 Dollar je Unze zu, der beste Stand seit dem 22. Oktober. US-Futures für Dezember stiegen um 1,8 % auf 4.144,20 Dollar.

Davor gab es am Mittwoch bereits einen großen Sprung: Gold schoss um etwa 3,4 % nach oben. Das war der größte Tagesgewinn seit dem 19. August.

Auch andere Edelmetalle zogen an. Silber stieg um 1,7 % auf 53,12 Dollar, Platin gewann 2,1 % auf 1.527,65 Dollar und Palladium legte 2,6 % auf 1.030,14 Dollar zu.

Warum jetzt?

Auslöser war der deutliche Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen, über den wir Anfang der Woche berichtet haben. Er beseitigte eine große Quelle der Unsicherheit und gab den Aktienmärkten weltweit Auftrieb.

Der Dollar gab dadurch leicht nach. Das ist wichtig, denn Gold wird in Dollar gehandelt: Ein schwächerer Dollar macht es für Anleger mit anderen Währungen günstiger, was die Nachfrage erhöht.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (die Kreditkosten der US-Regierung) fiel über Nacht um 6 Basispunkte und im frühen Tokioter Handel um einen weiteren auf 4,87 %. Gold wirft keine Zinsen ab, deshalb machen niedrigere Renditen es attraktiver.

Lynn Tran, Marktanalystin bei XS.com, sagte, der schwächere Dollar und niedrigere Renditen hätten Gold geholfen, sich zu erholen und wieder über 4.000 Dollar zu steigen. Entscheidend sei, über dieser Marke zu bleiben; das könnte den Weg zu 4.200 und dann 4.400 Dollar öffnen.

Wie geht es weiter?

Alle Augen richten sich auf den US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls, die monatlichen Beschäftigungszahlen) am Freitag. Er könnte neue Hinweise liefern, was die US-Notenbank Fed bei den Zinsen vorhat.

Einen Haken gibt es: Laut dem FedWatch-Tool der CME sehen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 82 % für eine US-Zinserhöhung im Dezember. Höhere Zinsen schaden Gold meist, weil sie die Kosten dafür erhöhen, ein Asset ohne Erträge zu halten.

Citi wiederum nennt ein Ziel von 4.500 Dollar je Unze für die nächsten null bis drei Monate. Die Bank sieht Spielraum für weitere Gewinne, wenn die Straße von Hormus wieder öffnet und der Konflikt zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien noch vor Jahresende nachlässt. Genau dieses Szenario erwartet sie.

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Der Verlauf

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